Ursprünglich wollte ich nach Misiones, Argentinien und bin deshalb nach Foz do Iguazu (Brasil.) geflogen. Schon vor der Reise änderte ich meinen Plan und entschied mich für Bolivien. So bin ich mit dem Bus durch Paraguay nach Bolivien gefahren, mit Zwischenstopp in Asunción. Ich wusste vorher, dass es nicht ratsam ist mit dem Bus durch den steppenartigen Chaco zu fahren, aber eine Reise ohne Gefahr gibt es einfach nicht. Für die Rückfahrt hatte ich bereits ein Flugticket von La Paz nach Asunción. Die lange Busreise hatte sich gelohnt. Bolivien ist mit seiner Natur und seinen traditionsverbundenen Einwohnern ein wunderschönes Land, was zum Nachdenken über unsere Gesellschaften im Wandel der Zeit anregt.

Man kann hoffen, dass durchTradition und Eigenart etwas bewahrt bleibt, was in vielen modernen Zivilisationen längst verlohren scheint. Auch wenn ich nur von einem touristischen Ort zum nächsten gefahren bin, konnte ich etwas von dieser Atmosphäre des Landes erahnen, z.B. als ich mit dem Touri-Jeep durch die Landschaft von Uyuni gefahren bin und sich unser Führer mit einem jungen Studenten ausschließlich in Quechua unterhielt. Altes zu bewahren und daraus Wege für eine andere moderne Zukunft zu gestalten schien mir in einem so ursprünglich gebliebenen Land wie Bolivien noch möglich.